Nachhaltig dämmen mit EPS

Um CO2-Emissionen und Heizkosten einzudämmen, ist EPS ein unverzichtbarer Helfer am Gebäude. Der Dämmstoff aus 98 % Luft spart Ressourcen, ist recycelbar und zeigt auch auf der Baustelle viele Vorzüge.

Die Klimakrise ist angekommen – und zur Begrenzung des Schadens ist rasches Handeln angesagt. Vor allem die CO2-Emissionen, die durch das Verbrennen von fossilen Rohstoffen entstehen, müssen drastisch reduziert werden. Beim Heizen und Kühlen von Gebäuden lässt sich in dieser Hinsicht viel erreichen. Dämmen hat dabei höchste Priorität, und EPS ist wie gemacht dafür, die Zukunft des Dämmens zu gestalten. Der am häufigsten eingesetzte Dämmstoff ist in jeder Hinsicht zukunftsfit: Er ist regional verfügbar, schont wertvolle Ressourcen, hat eine hervorragende Ökobilanz und darüber hinaus das beste Recycling-Konzept. Objektiv betrachtet ist EPS unverzichtbar für das Erreichen der CO2-Ziele.

 

Tolle Ökobilanz durch 98 % Luft

Was EPS im Vergleich so besonders macht, ist allem voran seine hervorragende Ökobilanz, obwohl es ein Kunststoff ist. Die wiederum hängt mit seiner besonderen Struktur zusammen: EPS besteht zu 98 % aus Luft. Damit schont es Ressourcen. Mit jedem Liter Erdöl, aus dem EPS zur Gebäudedämmung erzeugt wird, können bis zu 200 Liter Heizöl eingespart werden.

* Berechnet mit folgenden Werten: 1 Fichte mit 25 m Höhe und 30 cm Brusthöhendurchmesser speichert jährlich 12 kg CO2. Für zwei Fichten, über den Zeitraum von 70 Jahren betrachtet, ergibt das eine Speicherung von rund 1.700 kg CO2. (Quelle: Merkblatt bayrische Forstverwaltung: www.lwf.bayern.de/service/publikationen/lwf_merkblatt/022680/index.php

Die ökologisch beste Plattendämmung

Die wissenschaftliche Studie „Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen“, die vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), und dem Verein natureplus e.V. erarbeitet wurde, macht die Ökobilanzen unterschiedlicher Dämmstoffe im Vergleich transparent. Bewertet wurden die gängigsten Dämmstoffe auf Basis mineralischer, nachwachsender und synthetischer Rohstoffe. In Anrechnung kamen auch die Möglichkeiten einer stofflichen Verwertung in anderen Produkten oder eine Rückführung in den Produktionskreislauf. Das Ergebnis: In Bauteilen, in denen nur Dämmstoff-Platten eingesetzt werden können, schneidet EPS am vorteilhaftesten ab. Voraussetzung dafür ist, dass EPS stofflich verwertet und wieder in die Produktion zurückgeführt wird, was in der Folgeanwendung neuen EPS-Rohstoff einspart.

 

Mechanisch und physikalisch recycelbar

EPS hat ein gutes Recycling-Konzept – es lautet: Verbautes Material ist der Rohstoff der Zukunft. Andere Dämmstoffe werden thermisch verwertet oder deponiert, doch für EPS gibt es sogar zwei gute Wege der Wiederverwertung: zum einen das mechanische Recycling, die klassische Recycling-Methode: EPS-Abfälle werden zu Granulat vermahlen. Anschließend werden sie zu Wärmedämmplatten, als Zuschlagstoff für Styroporbeton oder als Porenbildner in der Ziegelindustrie weiterverarbeitet. Die innovative Verwertungsmethode ist das physikalische Recycling, wie im neuen PolyStereneLoop realisiert: Die EPS-Abfälle werden aufgelöst, und das Polymer wird für neue Produkte wiedergewonnen. Eine zukunftsweisende Möglichkeit, denn was bei diesem Verfahren herauskommt, hat die gleiche hohe Qualität wie neu produziertes EPS.