Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Geschäftspartner!
Leider sind wir seit Beginn des Nahostkonflikts mit einer noch nie dagewesenen Preisrallye bei unseren Rohstoffen zur Herstellung von Dämmstoffen konfrontiert. Auch in diesen Tagen überschlagen sich die Meldungen über weitere Erhöhungen.
Die Gründe dafür sind vielschichtig. Zum einen hat der Krieg erhebliche Auswirkungen auf die globalen Rohstoffmärkte – insbesondere auf petrochemische Produkte wie Styrol. Styrol wird hauptsächlich aus Erdöl bzw. dessen Derivaten gewonnen, weshalb geopolitische Spannungen in ölreichen Regionen direkte Folgen für Verfügbarkeit und Preise haben.
Ein weiterer entscheidender Faktor sind gestörte Lieferketten. Wichtige Transportwege wie der Suezkanal oder die Straße von Hormus sind für den internationalen Handel essenziell. Bereits die Angst vor Blockaden oder militärischen Eskalationen führt dazu, dass Reedereien Umwege fahren oder Versicherungsprämien stark steigen. Dies erhöht die Transportkosten erheblich und verzögert Lieferungen, was wiederum zu Engpässen bei Styrol und verwandten Produkten führt.
Auch Produktionsverlagerungen spielen eine Rolle. Einige petrochemische Anlagen im Nahen Osten sind durch den Konflikt eingeschränkt oder temporär stillgelegt worden. Bei einigen Herstellern wurde daher Force Majeure (höhere Gewalt) auf bisher unbekannte Zeit ausgerufen. Chevron Philips in Saudi-Arabien, Petrokemya (ebenfalls Saudi-Arabien, Tochtergesellschaft von Sabic) haben aufgrund von Verwerfungen in der Lieferkette Force Majeure angekündigt. Die Firma BASF hat für ihr Stammwerk Instandhaltungsarbeiten für Ende April angemeldet, die ca. 60 Tage andauern werden. Eine Verknappung des Gesamtmarktes ist daraus die Folge.
Aus den oben angeführten Gründen waren wir seit diesem Zeitraum gezwungen, eine Preiserhöhung von rund +25% seit Jahresbeginn bei Austrotherm EPS & XPS Dämmstoffen umzusetzen.
Genaue Entwicklungen sind im Moment nicht abschätzbar und wir können eine weitere notwendige Erhöhung mit Juni nicht mehr ausschließen. Es kann auch in den kommenden Wochen zu Engpässen bei den Rohstofflieferungen und somit auch bei uns zu erhöhten Lieferzeiten kommen. Wir möchten Sie daher darüber in Kenntnis setzen und bitten Sie, diese Maßnahmen bei Ihren Kalkulationen und Kunden unbedingt zu berücksichtigen. Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund dieser prekären Situation keine Preisgarantien mehr abgeben können. Alle von uns vereinbarten Preise gelten bis auf Widerruf. Wir sichern Ihnen weiterhin eine transparente Kommunikation zu und bedanken uns schon jetzt für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.
Download “Informationsschreiben Preiserhöhungen Nahost Krise" (PDF)
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