Frage

Welche Nachteile oder Einschränkungen hat XPS als Dämmstoff?

Zusammengefasst

XPS ist diffusionshemmend, nicht kapillaraktiv und brennbar. Dadurch ist der Einsatz in diffusionsoffenen Wandaufbauten oder im Innenbereich nur eingeschränkt geeignet. Zudem ist XPS im Vergleich zu EPS kostenintensiver und aufgrund der hohen Druckfestigkeit weniger anpassungsfähig an unebene Untergründe.

im Detail

Die geschlossene Zellstruktur von XPS sorgt für eine hohe Feuchteunempfindlichkeit, führt jedoch zu einem hohen Diffusionswiderstand. Mit µ-Werten deutlich über 100 wirkt XPS nahezu dampfbremsend, weshalb der Einsatz in Wandkonstruktionen mit feuchteregulierender Funktion eingeschränkt sein kann. Zudem gehört XPS als organischer Dämmstoff üblicherweise zur Baustoffklasse E nach EN 13501-1, wodurch je nach Anwendung brandschutztechnische Maßnahmen erforderlich sein können. Durch die hohe Druckfestigkeit und Formstabilität passt sich das Material weniger gut an unebene Untergründe an. Eine sorgfältige Untergrundvorbereitung ist daher wichtig, um Hohlstellen zu vermeiden und eine vollflächige Auflage sicherzustellen. XPS spielt seine Stärken vor allem in Bereichen aus, in denen Feuchtebeständigkeit und mechanische Belastbarkeit entscheidend sind, etwa bei Perimeterdämmungen, Umkehrdächern oder unter Bodenplatten.